1. Forum Kindergesundheit
Familien Fragen, Experten antworten
Die Veranstaltungsadresse lautete Schillerstraße 53, 80336 München. Der Veranstaltungsort war barrierefrei zugänglich.
Zu Beginn richtete Manja Zimmermann, MedDin, stellvertretende Leitung des Referats Gesundheitsförderung und Prävention, Medizinische Fachangelegenheiten im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, ein Grußwort an die Teilnehmenden.


Familien möchten das Beste für ihre Kinder, aber sie sind mit vielen und oft widersprüchlichen Informationen überflutet. Welche Impfung braucht mein Kind? Schützt die Impfung wirksam vor Krankheiten oder wird mein Kind durch Nebenwirkungen gefährdet? Was ist besser für mein Kind ein regelmäßiger Verzehr von Fleisch und Fisch oder eine rein vegetarische Ernährung um eine gute Entwicklung zu fördern? Soll ich meinem Kind ein Smartphone geben und wenn ja ab welchem Alter? Mit welchen gesundheitlichen Beschwerden kann ich zu Hause umgehen, und wann sollte ich zum Kinderarzt/zur Kinderärztin? Eltern suchen Orientierung und Antworten auf Ihre Fragen. Hier versuchen wir als Stiftung Kindergesundheit, mit dem Forum Kindergesundheit in einem attraktiven, stark interaktiven Format Hilfe anzubieten.
Die Stiftung Kindergesundheit setzt sich seit mittlerweile 27 Jahren dafür ein, dass Kinder gesund aufwachsen können. Als gemeinnützige Organisation mit direkter Anbindung zur Ludwig-Maximilians-Universität München agieren wir an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir vernetzen wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Anwendung innerhalb unserer Programme und Projekte, um einen Mehrwert für Kinder, ihre Familien und die Gesellschaft zu liefern. Mit unseren evidenzbasierten Programmen gestalten wir zielgruppengerechte Prävention - von der Schwangerschaft über den Kindergarten, von der Grundschule bis hin zum Jugendlichen. Besonders wichtig ist uns dabei, die Kinder selbst zur aktiven Teilnahme und Gestaltung zu ermutigen. So verinnerlichen sie das Gesundheitswissen und werden in ihrer Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung gestärkt.
Wir möchten mehr – die Etablierung eines Forums Kindergesundheit für Deutschlands Familien:
Um Eltern in Zeiten wachsender Herausforderungen eine Plattform für Informationen und Austausch zu bieten, wurde ein einzigartiges Forum für Kindergesundheit ins Leben gerufen. Es ermöglichte Deutschlands Eltern, sich direkt zu informieren, offene Fragen zu stellen und gezielte Hilfestellungen zu erhalten. Das Forum widmete sich den für Familien relevanten aktuellen Herausforderungen, Innovationen und wissenschaftlichen Fortschritten im Bereich der Kindergesundheit.
Renommierte Referentinnen und Referenten sowie Expertinnen und Experten stellten in kurzen Impulsvorträgen aktuelle Themen vor und beantworteten anschließend ausführlich die Fragen der Teilnehmenden. Botschafterinnen und Botschafter sowie Bündnispartnerinnen und Bündnispartner aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützten das Vorhaben dabei sowohl persönlich als auch medial.
Die Stiftung Kindergesundheit setzt sich seit mittlerweile 27 Jahren dafür ein, dass Kinder gesund aufwachsen können. Als gemeinnützige Organisation mit direkter Anbindung zur Ludwig-Maximilians-Universität München agieren wir an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir vernetzen wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Anwendung innerhalb unserer Programme und Projekte, um einen Mehrwert für Kinder, ihre Familien und die Gesellschaft zu liefern. Mit unseren evidenzbasierten Programmen gestalten wir zielgruppengerechte Prävention - von der Schwangerschaft über den Kindergarten, von der Grundschule bis hin zum Jugendlichen. Besonders wichtig ist uns dabei, die Kinder selbst zur aktiven Teilnahme und Gestaltung zu ermutigen. So verinnerlichen sie das Gesundheitswissen und werden in ihrer Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung gestärkt.
Wir möchten mehr – die Etablierung eines Forums Kindergesundheit für Deutschlands Familien:
Um Eltern in Zeiten wachsender Herausforderungen eine Plattform für Informationen und Austausch zu bieten, wurde ein einzigartiges Forum für Kindergesundheit ins Leben gerufen. Es ermöglichte Deutschlands Eltern, sich direkt zu informieren, offene Fragen zu stellen und gezielte Hilfestellungen zu erhalten. Das Forum widmete sich den für Familien relevanten aktuellen Herausforderungen, Innovationen und wissenschaftlichen Fortschritten im Bereich der Kindergesundheit.
Renommierte Referentinnen und Referenten sowie Expertinnen und Experten stellten in kurzen Impulsvorträgen aktuelle Themen vor und beantworteten anschließend ausführlich die Fragen der Teilnehmenden. Botschafterinnen und Botschafter sowie Bündnispartnerinnen und Bündnispartner aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützten das Vorhaben dabei sowohl persönlich als auch medial.
Präsentationen
Hier findest du die Präsentationen unserer Referentinnen!
Was beschäftigt die Eltern unserer Kinder?
Expertenantworten auf die wichtigsten Fragen
Schwangerschaft
Ärztlicher Rat sollte eingeholt werden, wenn Beschwerden ungewöhnlich stark sind, Schmerzen auftreten oder Unsicherheiten bestehen.
Besonders bei Warnzeichen wie:
Besonders bei Warnzeichen wie:
- vaginalen Blutungen
- Fieber
- starken oder anhaltenden Kopfschmerzen
- Sehstörungen
- plötzlich auftretenden Schwellungen (insbesondere an Händen oder Gesicht)
- deutlich verminderten Kindsbewegungen
- Verdacht auf vorzeitige Wehen oder Fruchtwasserabgang
- anhaltendes Erbrechen
- starke Bauchschmerzen
- oder andere plötzlich auftretende Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.
Alkohol gelangt über die Plazenta direkt zum ungeborenen Kind. Dabei erreicht das Kind nahezu die gleiche Alkoholkonzentration im Blut wie die Mutter. Da der kindliche Organismus Alkohol nur sehr langsam abbauen kann, kann bereits eine geringe Alkoholmenge die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.
Besonders empfindlich reagiert das sich entwickelnde Gehirn. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu dauerhaften körperlichen, geistigen und psychosozialen Beeinträchtigungen führen. Die daraus entstehenden Erkrankungen werden unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorder FASD) zusammengefasst.
Die schwerste Form ist das Fetale Alkoholsyndrom (FAS). Betroffene Kinder können Wachstumsstörungen, charakteristische Gesichtsmerkmale, Organfehlbildungen sowie Entwicklungs- und Lernstörungen aufweisen.
Nicht alle Kinder mit FASD zeigen äußerlich erkennbare Merkmale. Häufig stehen Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, eingeschränkte Impulskontrolle oder soziale Auffälligkeiten im Vordergrund. Diese Beeinträchtigungen können lebenslang bestehen bleiben.
Nach aktuellem Wissensstand gibt es keinen sicheren Alkoholgrenzwert in der Schwangerschaft. Daher wird empfohlen, während der gesamten Schwangerschaft vollständig auf alkoholische Getränke zu verzichten.
Merke:
Jeder Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind schädigen. Die sicherste Entscheidung ist ein vollständiger Verzicht auf Alkohol während der gesamten Schwangerschaft. (Netzwerk Gesund ins Leben., 2018; BIÖG, 2022; Strieker et al., 2025)
Besonders empfindlich reagiert das sich entwickelnde Gehirn. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu dauerhaften körperlichen, geistigen und psychosozialen Beeinträchtigungen führen. Die daraus entstehenden Erkrankungen werden unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorder FASD) zusammengefasst.
Die schwerste Form ist das Fetale Alkoholsyndrom (FAS). Betroffene Kinder können Wachstumsstörungen, charakteristische Gesichtsmerkmale, Organfehlbildungen sowie Entwicklungs- und Lernstörungen aufweisen.
Nicht alle Kinder mit FASD zeigen äußerlich erkennbare Merkmale. Häufig stehen Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, eingeschränkte Impulskontrolle oder soziale Auffälligkeiten im Vordergrund. Diese Beeinträchtigungen können lebenslang bestehen bleiben.
Nach aktuellem Wissensstand gibt es keinen sicheren Alkoholgrenzwert in der Schwangerschaft. Daher wird empfohlen, während der gesamten Schwangerschaft vollständig auf alkoholische Getränke zu verzichten.
Merke:
Jeder Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind schädigen. Die sicherste Entscheidung ist ein vollständiger Verzicht auf Alkohol während der gesamten Schwangerschaft. (Netzwerk Gesund ins Leben., 2018; BIÖG, 2022; Strieker et al., 2025)
Die medizinische Betreuung während der Schwangerschaft umfasst regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschallkontrollen sowie weitere diagnostische Maßnahmen abhängig von der individuellen Situation der Schwangeren. Grundlage sind die Mutterschafts-Richtlinien (Mu-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Sie regeln Umfang, Zeitpunkt und Inhalte der Versorgung mit dem Ziel, Risiken für Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen und eine bedarfsgerechte Betreuung sicherzustellen.
Zur regulären Vorsorge gehören regelmäßige Untersuchungen, in der Regel zunächst alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche meist alle zwei Wochen, bei Bedarf häufiger.
Dazu zählen unter anderem:
Ein wichtiger Bestandteil der Mutterschafts-Richtlinien ist die frühzeitige Erkennung und Betreuung von Risiken oder Komplikationen.
Dazu gehören:
Zur regulären Vorsorge gehören regelmäßige Untersuchungen, in der Regel zunächst alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche meist alle zwei Wochen, bei Bedarf häufiger.
Dazu zählen unter anderem:
- Kontrolle von Blutdruck, Gewicht, Urin und Hämoglobin
- Beobachtung des Wachstums der Gebärmutter
- Kontrolle der kindlichen Herzaktion und der Lage des Kindes
- Drei vorgesehene Ultraschalluntersuchungen
- Blutgruppen- und Antikörperscreening
- Screening auf Schwangerschaftsdiabetes
- Infektionsscreenings, z. B. auf HIV, Hepatitis B, Syphilis und Chlamydien
Ein wichtiger Bestandteil der Mutterschafts-Richtlinien ist die frühzeitige Erkennung und Betreuung von Risiken oder Komplikationen.
Dazu gehören:
- Erkennen und Überwachen von Risikoschwangerschaften
- Veranlassung zusätzlicher Diagnostik bei Auffälligkeiten
- Einleitung notwendiger therapeutischer Maßnahmen <
- Medikamentenverordnung, wenn erforderlich
- Ggf. engmaschigere Kontrollen bei besonderen Risiken
- Blutgruppenserologische Untersuchungen und gegebenenfalls Anti-D-Prophylaxe bei entsprechender Indikation
- Dokumentation aller wichtigen Befunde im Mutterpass
- Aufklärung über den Gesundheitszustand von Mutter und Kind
- Beratung zu gesundheitsrelevanten Themen, z. B. Ernährung, Lebensstil oder Impfungen
- Ausstellung notwendiger Bescheinigungen für Krankenkasse oder Arbeitgeber
Die pränatale Diagnostik umfasst Untersuchungen zur Beurteilung der Entwicklung und Gesundheit des ungeborenen Kindes. Dazu gehören Verfahren zur Erkennung von Chromosomenstörungen, genetischen Auffälligkeiten, strukturellen Fehlbildungen und anderen Entwicklungsauffälligkeiten.
Zu den nicht-invasiven Untersuchungen zählen insbesondere:
Bei auffälligen Befunden oder erhöhtem individuellem Risiko können invasive diagnostische Verfahren angeboten werden, darunter:
Eine humangenetische oder ärztliche Beratung kann helfen, Nutzen, Grenzen und mögliche Folgen pränataler Untersuchungen zu verstehen und eine informierte Entscheidung zu treffen. (WHO, 2016; ACOG, 2020; G-BA, 2023)
Zu den nicht-invasiven Untersuchungen zählen insbesondere:
- Ultraschalluntersuchungen
- das Ersttrimester-Screening
- nicht-invasive Pränataltests (NIPT) aus mütterlichem Blut.
Bei auffälligen Befunden oder erhöhtem individuellem Risiko können invasive diagnostische Verfahren angeboten werden, darunter:
- Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)
- Chorionzottenbiopsie (CVS)
- Chordozentese (Nabelschnurpunktion)
Eine humangenetische oder ärztliche Beratung kann helfen, Nutzen, Grenzen und mögliche Folgen pränataler Untersuchungen zu verstehen und eine informierte Entscheidung zu treffen. (WHO, 2016; ACOG, 2020; G-BA, 2023)
Von einer Schwangerschaft mit erhöhtem Risiko spricht man, wenn Faktoren vorliegen, die das Risiko für Komplikationen bei Mutter oder Kind erhöhen können.
Dazu zählen beispielsweise vorbestehende Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie oder Gestationsdiabetes, Mehrlingsschwangerschaften, besondere Rhesus-Konstellationen oder bestimmte Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes. Eine Schwangerschaft mit erhöhtem Risiko bedeutet nicht zwangsläufig einen komplizierten Verlauf, erfordert jedoch häufig eine engmaschigere Betreuung.
Wichtige Warnsignale, bei denen zeitnah ärztliche Hilfe eingeholt werden sollte, sind unter anderem:
Dazu zählen beispielsweise vorbestehende Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie oder Gestationsdiabetes, Mehrlingsschwangerschaften, besondere Rhesus-Konstellationen oder bestimmte Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes. Eine Schwangerschaft mit erhöhtem Risiko bedeutet nicht zwangsläufig einen komplizierten Verlauf, erfordert jedoch häufig eine engmaschigere Betreuung.
Wichtige Warnsignale, bei denen zeitnah ärztliche Hilfe eingeholt werden sollte, sind unter anderem:
- starke oder wiederholte vaginale Blutungen
- starke oder plötzlich auftretende Bauchschmerzen
- Fieber über 38 °C oder starkes Krankheitsgefühl
- anhaltendes Erbrechen mit Flüssigkeitsmangel oder Gewichtsverlust
- eine deutliche Abnahme der Kindsbewegungen
- starke Kopfschmerzen
- Sehstörungen
- plötzlich auftretende Schwellungen, insbesondere an Händen oder Gesicht
- plötzlicher Flüssigkeitsabgang aus der Scheide
- Atemnot
- Krampfanfälle
- oder andere akute schwere Beschwerden.
Baby und Kind
Jedes Baby entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Besonders in den ersten Lebensmonaten sind individuelle Unterschiede normal. Bei Frühgeborenen wird die Entwicklung meist anhand des korrigierten Alters beurteilt.
Besonderheit bei Frühgeborenen: Bei Kindern, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, wird für die Entwicklungsbeurteilung das sogenannte korrigierte Alter verwendet. Das bedeutet: Von dem tatsächlichen Lebensalter des Kindes wird die Anzahl der Wochen abgezogen, die es zu früh geboren wurde. So lässt sich die Entwicklung realistisch und fair einschätzen.
Typische körperliche Merkmale bei Neugeborenen sind:
Besonderheit bei Frühgeborenen: Bei Kindern, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, wird für die Entwicklungsbeurteilung das sogenannte korrigierte Alter verwendet. Das bedeutet: Von dem tatsächlichen Lebensalter des Kindes wird die Anzahl der Wochen abgezogen, die es zu früh geboren wurde. So lässt sich die Entwicklung realistisch und fair einschätzen.
Typische körperliche Merkmale bei Neugeborenen sind:
- Die Körperproportionen wirken noch ungewohnt, die Haut kann etwas runzelig erscheinen.
- Die weiße, fetthaltige Käseschmiere (Vernix caseosa) schützt die Haut vor und nach der Geburt. <
- Schwellungen, kleinere Blutergüsse oder gerötete Augen infolge der Geburt bilden sich meist innerhalb weniger Tage bis Wochen zurück.
- Das feine Flaumhaar (Lanugo) fällt nach und nach aus.
- Geschlechtsorgane, Brustdrüsen und Hautfarbe können durch mütterliche Hormone vorübergehend verändert erscheinen.
- Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper noch sehr groß. Die Schädelknochen sind durch Fontanellen miteinander verbunden. Die kleine hintere Fontanelle schließt sich meist innerhalb der ersten Lebenswochen bis -monate, während die große vordere Fontanelle das Wachstum des Gehirns ermöglicht und sich gewöhnlich erst im Verlauf des zweiten Lebensjahres schließt.
Im ersten Lebensjahr werden mehrere standardisierte Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U6) durchgeführt. Sie dienen dazu, Erkrankungen, Entwicklungsauffälligkeiten und mögliche Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und Eltern bei Fragen zur Gesundheit und Entwicklung ihres Kindes zu begleiten.
Überblick über die Untersuchungen:
U1 (unmittelbar nach der Geburt): Beurteilung des Gesundheitszustands des Neugeborenen mithilfe des APGAR-Scores sowie Untersuchung auf offensichtliche Fehlbildungen und Anpassungsstörungen.
U2 (3.–10. Lebenstag): Umfassende körperliche Untersuchung einschließlich Neugeborenen-Screening auf angeborene Stoffwechsel-, Hormon- und Immundefekte, Pulsoxymetrie-Screening auf kritische Herzfehler, Hörscreening sowie Ultraschalluntersuchung der Hüften. Zudem werden Fragen zur Ernährung, zur Vitamin-D- und Vitamin-K-Prophylaxe sowie zur weiteren Gesundheitsvorsorge besprochen.
U3 (4.–5. Lebenswoche): Kontrolle von Wachstum, Gewichtszunahme und altersgerechter Entwicklung sowie Beurteilung von Wahrnehmung, Bewegungsverhalten und Ernährung.
U4 (3.–4. Lebensmonat): Beurteilung von Wachstum, körperlicher Entwicklung, Sinnesleistungen, Bewegungsverhalten und sozialer Interaktion. Außerdem werden Impfungen und weitere Präventionsmaßnahmen thematisiert.
U5 (6.–7. Lebensmonat): Überprüfung der motorischen Entwicklung, der Körperhaltung, des Greifverhaltens sowie der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit.
U6 (10.–12. Lebensmonat): Beurteilung von Wachstum, Bewegungsentwicklung, Koordination, Sprachentwicklung und Ernährungsstatus sowie Beratung zur weiteren Gesundheitsförderung.
Die Ergebnisse werden im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert. Die Vorsorgeuntersuchungen bieten zudem Gelegenheit, Fragen zu Ernährung, Pflege, Impfungen, Entwicklungsförderung und zur familiären Situation zu besprechen.
Neben den Untersuchungen U1 bis U9 gehören zu den Früherkennungsmaßnahmen auch spezielle Untersuchungen wie das erweiterte Neugeborenen-Screening und das Screening auf Mukoviszidose oder angeborene Herzfehler . (G-BA, 2025)
Überblick über die Untersuchungen:
U1 (unmittelbar nach der Geburt): Beurteilung des Gesundheitszustands des Neugeborenen mithilfe des APGAR-Scores sowie Untersuchung auf offensichtliche Fehlbildungen und Anpassungsstörungen.
U2 (3.–10. Lebenstag): Umfassende körperliche Untersuchung einschließlich Neugeborenen-Screening auf angeborene Stoffwechsel-, Hormon- und Immundefekte, Pulsoxymetrie-Screening auf kritische Herzfehler, Hörscreening sowie Ultraschalluntersuchung der Hüften. Zudem werden Fragen zur Ernährung, zur Vitamin-D- und Vitamin-K-Prophylaxe sowie zur weiteren Gesundheitsvorsorge besprochen.
U3 (4.–5. Lebenswoche): Kontrolle von Wachstum, Gewichtszunahme und altersgerechter Entwicklung sowie Beurteilung von Wahrnehmung, Bewegungsverhalten und Ernährung.
U4 (3.–4. Lebensmonat): Beurteilung von Wachstum, körperlicher Entwicklung, Sinnesleistungen, Bewegungsverhalten und sozialer Interaktion. Außerdem werden Impfungen und weitere Präventionsmaßnahmen thematisiert.
U5 (6.–7. Lebensmonat): Überprüfung der motorischen Entwicklung, der Körperhaltung, des Greifverhaltens sowie der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit.
U6 (10.–12. Lebensmonat): Beurteilung von Wachstum, Bewegungsentwicklung, Koordination, Sprachentwicklung und Ernährungsstatus sowie Beratung zur weiteren Gesundheitsförderung.
Die Ergebnisse werden im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert. Die Vorsorgeuntersuchungen bieten zudem Gelegenheit, Fragen zu Ernährung, Pflege, Impfungen, Entwicklungsförderung und zur familiären Situation zu besprechen.
Neben den Untersuchungen U1 bis U9 gehören zu den Früherkennungsmaßnahmen auch spezielle Untersuchungen wie das erweiterte Neugeborenen-Screening und das Screening auf Mukoviszidose oder angeborene Herzfehler . (G-BA, 2025)
Frühgeborene (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) und Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 g benötigen häufig eine intensivmedizinische Betreuung auf einer Neonatologie, da viele Organsysteme noch nicht vollständig ausgereift sind. Je früher ein Kind geboren wird, desto intensiver ist in der Regel die notwendige Unterstützung.
Typische Herausforderungen und ihre Behandlung:
Körpertemperatur: Frühgeborene können ihre Körpertemperatur nicht selbstständig aufrechterhalten. Ein Inkubator oder offenes Wärmebett hält die Umgebungstemperatur stabil und schützt vor gefährlicher Auskühlung.
Atmung: Unreife Lungen produzieren zu wenig Surfactant – eine Substanz, die verhindert, dass die kleinen Lungenbläschen zusammenfallen. Ein Surfactant-Mangel führt zum sogenannten Atemnotsyndrom (RDS). Ist die Eigenproduktion unzureichend, kann Surfactant über einen Atemwegskatheter zugeführt werden. Zusätzlich werden Frühgeborene häufig mit Atemunterstützung (z. B. CPAP oder Beatmung) versorgt.
Herz-Kreislauf und Gehirn: Unreife Gefäße und Kreislaufverhältnisse erhöhen das Risiko für Hirnblutungen (intraventrikuläre Hämorrhagien) und andere Komplikationen. Eine engmaschige Überwachung ermöglicht frühzeitiges Eingreifen. Schwere Hirnblutungen können langfristige Folgen für die Entwicklung haben, unter anderem das Risiko einer Zerebralparese.
Immunsystem: Die Immunabwehr Frühgeborener ist noch unreif, was sie besonders anfällig für bakterielle Infektionen macht. Neonatale Sepsis, auch durch Streptokokken der Gruppe B (GBS, kann lebensbedrohlich verlaufen und erfordert bei Verdacht eine umgehende diagnostische Abklärung und bei gesicherter Infektion eine gezielte Antibiotikatherapie.
Ernährung: Zunächst werden Frühgeborene über eine Magensonde oder intravenös ernährt. Muttermilch, insbesondere das Kolostrum der ersten Tage, ist für Frühgeborene besonders wertvoll: Sie unterstützt den Darmaufbau, fördert die Immunabwehr und reduziert das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie der nekrotisierenden Enterokolitis. Ist direktes Stillen noch nicht möglich, wird Abpumpen empfohlen, um die Milchbildung aufrechtzuerhalten und die spätere Stillbeziehung zu unterstützen.
Dank moderner neonatologischer Intensivmedizin haben Frühgeborene heute deutlich bessere Überlebens- und Entwicklungsaussichten als noch vor einigen Jahrzehnten. (GNPI, 2018; DGSPJ, 2018; GNPI et al., 2022; Sweet et al., 2023; Berns et al., 2024)
Typische Herausforderungen und ihre Behandlung:
Körpertemperatur: Frühgeborene können ihre Körpertemperatur nicht selbstständig aufrechterhalten. Ein Inkubator oder offenes Wärmebett hält die Umgebungstemperatur stabil und schützt vor gefährlicher Auskühlung.
Atmung: Unreife Lungen produzieren zu wenig Surfactant – eine Substanz, die verhindert, dass die kleinen Lungenbläschen zusammenfallen. Ein Surfactant-Mangel führt zum sogenannten Atemnotsyndrom (RDS). Ist die Eigenproduktion unzureichend, kann Surfactant über einen Atemwegskatheter zugeführt werden. Zusätzlich werden Frühgeborene häufig mit Atemunterstützung (z. B. CPAP oder Beatmung) versorgt.
Herz-Kreislauf und Gehirn: Unreife Gefäße und Kreislaufverhältnisse erhöhen das Risiko für Hirnblutungen (intraventrikuläre Hämorrhagien) und andere Komplikationen. Eine engmaschige Überwachung ermöglicht frühzeitiges Eingreifen. Schwere Hirnblutungen können langfristige Folgen für die Entwicklung haben, unter anderem das Risiko einer Zerebralparese.
Immunsystem: Die Immunabwehr Frühgeborener ist noch unreif, was sie besonders anfällig für bakterielle Infektionen macht. Neonatale Sepsis, auch durch Streptokokken der Gruppe B (GBS, kann lebensbedrohlich verlaufen und erfordert bei Verdacht eine umgehende diagnostische Abklärung und bei gesicherter Infektion eine gezielte Antibiotikatherapie.
Ernährung: Zunächst werden Frühgeborene über eine Magensonde oder intravenös ernährt. Muttermilch, insbesondere das Kolostrum der ersten Tage, ist für Frühgeborene besonders wertvoll: Sie unterstützt den Darmaufbau, fördert die Immunabwehr und reduziert das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie der nekrotisierenden Enterokolitis. Ist direktes Stillen noch nicht möglich, wird Abpumpen empfohlen, um die Milchbildung aufrechtzuerhalten und die spätere Stillbeziehung zu unterstützen.
Dank moderner neonatologischer Intensivmedizin haben Frühgeborene heute deutlich bessere Überlebens- und Entwicklungsaussichten als noch vor einigen Jahrzehnten. (GNPI, 2018; DGSPJ, 2018; GNPI et al., 2022; Sweet et al., 2023; Berns et al., 2024)
Säuglinge brauchen viel Schlaf und gleichzeitig gibt es klare, wissenschaftlich belegte Maßnahmen, mit denen Eltern das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) deutlich senken können. Die folgende Übersicht basiert auf den Empfehlungen der aktuellen AWMF-Leitlinie S1 zur Prävention des plötzlichen Säuglingstods (DGSM/GNPI/DGKJ u. a., Stand November 2022).
Rückenlage: Das Baby soll zum Schlafen immer auf den Rücken gelegt werden und zwar auf einer festen, waagerechten (nicht schrägen) Unterlage. Tagsüber, wenn das Kind wach ist und beaufsichtigt werden kann, ist regelmäßige Bauchlage ausdrücklich empfohlen. Sie fördert die motorische Entwicklung und beugt einer asymmetrischen Kopfform vor.
Eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer: Das Kind soll bei den Eltern im Zimmer, aber im eigenen Kinderbett schlafen, besonders in den ersten 6 Lebensmonaten, wenn das SIDS-Risiko am höchsten ist.
Sichere Schlafumgebung: Statt loser Decken empfiehlt sich ein Baby-Schlafsack in altersentsprechender Größe. Kopfkissen, Fellunterlagen, Nestchen, gepolsterte Bettumrandungen und größere Kuscheltiere im Bett sollen vermieden werden. Das Kind soll zum Schlafen außerdem nicht fest eingewickelt (gepuckt) werden. Studien zeigen, dass das sogenannte Swaddling vor allem in Verbindung mit Bauch- oder Seitenlage das SIDS-Risiko erhöht.
Quelle: Poets et al., 2022.
Rückenlage: Das Baby soll zum Schlafen immer auf den Rücken gelegt werden und zwar auf einer festen, waagerechten (nicht schrägen) Unterlage. Tagsüber, wenn das Kind wach ist und beaufsichtigt werden kann, ist regelmäßige Bauchlage ausdrücklich empfohlen. Sie fördert die motorische Entwicklung und beugt einer asymmetrischen Kopfform vor.
Rauchfreie Umgebung: Kein Rauchen in der Schwangerschaft und nach der Geburt. Kinder von Raucherinnen und Rauchern sind besonders gefährdet, vor allem dann, wenn sie im elterlichen Bett schlafen.
Stillen: Stillen reduziert das SIDS-Risiko nachweislich. Die Leitlinie empfiehlt Stillen im ersten Lebensjahr, möglichst mindestens 4–6 Monate.
Eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer: Das Kind soll bei den Eltern im Zimmer, aber im eigenen Kinderbett schlafen, besonders in den ersten 6 Lebensmonaten, wenn das SIDS-Risiko am höchsten ist.
Sichere Schlafumgebung: Statt loser Decken empfiehlt sich ein Baby-Schlafsack in altersentsprechender Größe. Kopfkissen, Fellunterlagen, Nestchen, gepolsterte Bettumrandungen und größere Kuscheltiere im Bett sollen vermieden werden. Das Kind soll zum Schlafen außerdem nicht fest eingewickelt (gepuckt) werden. Studien zeigen, dass das sogenannte Swaddling vor allem in Verbindung mit Bauch- oder Seitenlage das SIDS-Risiko erhöht.
Schutz vor Überwärmung: Eine Raumtemperatur von ca. 18 °C ist optimal. Im Zweifelsfall kann man zwischen den Schulterblättern prüfen: Fühlt sich die Haut dort warm, aber nicht verschwitzt an, ist die Temperatur angemessen.
Schnuller: Die Leitlinie empfiehlt, dem Kind zum Einschlafen einen Schnuller anzubieten, aber ohne Zwang und ohne ihn beim schlafenden Kind wieder einzusetzen. Die Schutzwirkung ist belegt: Regelmäßiger Schnullergebrauch ist mit einer deutlichen SIDS-Risikoreduktion verbunden. Den Stillerfolg gefährdet der Schnuller nicht, wenn er erst ab dem Zeitpunkt eingeführt wird, zu dem das Stillen gut etabliert ist (in der Regel nach 2–3 Lebenswochen).
Atemwege frei halten: Diese Empfehlungen gelten auch unmittelbar nach der Geburt: Liegt das Baby auf dem Körper der Mutter (z. B. beim Bonding), muss stets auf freie Atemwege geachtet werden. Bei Müdigkeit oder Ablenkung soll das Kind in Rückenlage in sein eigenes Bett gelegt werden.
Durch konsequente Aufklärung ist die SIDS-Rate in Deutschland zwischen 1991 und 2020 um 93 % zurückgegangen: von 1.285 auf 84 Fälle pro Jahr.
Durch konsequente Aufklärung ist die SIDS-Rate in Deutschland zwischen 1991 und 2020 um 93 % zurückgegangen: von 1.285 auf 84 Fälle pro Jahr.
Quelle: Poets et al., 2022.
Stillen bietet sowohl für das Kind als auch für die Mutter viele gesundheitliche Vorteile. Die aktuelle AWMF-S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung" (2025) empfiehlt erstmals einheitlich für Deutschland: ausschließliches Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten, mit einer Gesamtstilldauer von mindestens zwölf Monaten.
Für das Baby enthält Muttermilch optimal abgestimmte Nährstoffe und ist leicht verdaulich. Besonders das Kolostrum der ersten Tage ist reich an Antikörpern und bildet den wichtigsten frühen Infektionsschutz. Es gibt wissenschaftliche Hinweise auf ein geringeres Risiko für Magen-Darm-Infektionen, Mittelohrentzündungen, Asthma, Übergewicht, Typ-1-Diabetes und erhöhten Blutdruck. Ein allergiepräventiver Effekt ist laut AWMF-Leitlinie Allergieprävention (2022) hingegen nicht ausreichend belegt. Wichtig: Auch gestillte Babys benötigen von Geburt an Vitamin D und ab dem zweiten Lebensmonat Fluorid als Ergänzung. Muttermilch allein deckt diesen Bedarf nicht.
Für die Mutter fördert Stillen die Rückbildung der Gebärmutter und es gibt Hinweise auf ein reduziertes Risiko für Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs sowie Typ-2-Diabetes. Zudem fördert der enge Körperkontakt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Muttermilch ist jederzeit verfügbar, richtig temperiert und bedarf keiner Zubereitung (Kopp et al., 2022; G-BA 2015/2024; DGKJ et al, 2026)
Für das Baby enthält Muttermilch optimal abgestimmte Nährstoffe und ist leicht verdaulich. Besonders das Kolostrum der ersten Tage ist reich an Antikörpern und bildet den wichtigsten frühen Infektionsschutz. Es gibt wissenschaftliche Hinweise auf ein geringeres Risiko für Magen-Darm-Infektionen, Mittelohrentzündungen, Asthma, Übergewicht, Typ-1-Diabetes und erhöhten Blutdruck. Ein allergiepräventiver Effekt ist laut AWMF-Leitlinie Allergieprävention (2022) hingegen nicht ausreichend belegt. Wichtig: Auch gestillte Babys benötigen von Geburt an Vitamin D und ab dem zweiten Lebensmonat Fluorid als Ergänzung. Muttermilch allein deckt diesen Bedarf nicht.
Für die Mutter fördert Stillen die Rückbildung der Gebärmutter und es gibt Hinweise auf ein reduziertes Risiko für Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs sowie Typ-2-Diabetes. Zudem fördert der enge Körperkontakt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Muttermilch ist jederzeit verfügbar, richtig temperiert und bedarf keiner Zubereitung (Kopp et al., 2022; G-BA 2015/2024; DGKJ et al, 2026)
Allergien bei Kindern entstehen durch eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe (Allergene), z. B. Pollen, Tierhaare, Hausstaub oder bestimmte Lebensmittel. Dabei bildet das Immunsystem IgE-Antikörper, die bei erneutem Kontakt Histamin freisetzen und typische Beschwerden auslösen.
Typische Symptome:
Zur Vorbeugung sind laut Leitlinie wirksam:
Typische Symptome:
- Hautreaktionen (Juckreiz, Ekzeme, Quaddeln)
- Atemwegsbeschwerden (Niesen, Husten, Atemnot, Asthma)
- Magen-Darm-Probleme (Übelkeit, Durchfall)
- selten, aber ernst: ein anaphylaktischer Schock, der sofortige ärztliche Behandlung erfordert.
- genetische Veranlagung
- Tabakrauchexposition
- Luftschadstoffe und
- ein geringfügig erhöhtes Asthmarisiko nach Kaiserschnitt sind laut AWMF-Leitlinie belegte Risikofaktoren.
Zur Vorbeugung sind laut Leitlinie wirksam:
- eine rauchfreie Umgebung
- Stillen (mit allgemeinem, aber nicht spezifisch allergiepräventivem Nutzen)
- eine vielfältige Beikost ab dem 5. Monat ohne Meidung von Ei oder Erdnuss
- Impfungen nach STIKO-Empfehlung.
- Haustiere müssen ohne erhöhtes Risiko nicht eingeschränkt werden.
- das Meiden bekannter Allergene
- Medikamente bei akuten Beschwerden (Antihistaminika, Kortisonsprays, Inhalationssprays, bei Anaphylaxiegefahr ein Adrenalin-Autoinjektor)
- sowie die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) per Spritze oder Tropfen/Tabletten bei IgE-vermittelten Allergien.
Impfungen schützen Kinder vor schweren Infektionskrankheiten, indem sie das Immunsystem gezielt „trainieren". Das Kind lernt den Erreger kennen, ohne die Krankheit durchzumachen.
Man unterscheidet drei Impfstoff-Typen:
Typische Impfreaktionen wie leichte Rötung an der Einstichstelle, geringes Fieber oder kurze Erschöpfung sind harmlos und zeigen, dass das Immunsystem aktiv wird.
In Deutschland gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut den jährlich aktualisierten Impfkalender heraus (aktuell: Epidemiologisches Bulletin 4/2026). Die Grundimmunisierung beginnt meist ab der 6. Lebenswoche.
Impfungen sind damit ein gut untersuchtes, wirksames Mittel, um Kinder zuverlässig vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. (RKI, o.J., a; RKI, o.J., b; STIKO, 2026)
Man unterscheidet drei Impfstoff-Typen:
- Totimpfstoffe (abgetötete Erreger oder Bestandteile, z. B. gegen Tetanus oder Keuchhusten)
- Lebendimpfstoffe (stark abgeschwächte, aber noch vermehrungsfähige Erreger, z. B. gegen Masern, Mumps, Röteln) und
- mRNA-Impfstoffe (Bauplan für einen Erregerbestandteil, den die Zellen vorübergehend selbst herstellen).
Typische Impfreaktionen wie leichte Rötung an der Einstichstelle, geringes Fieber oder kurze Erschöpfung sind harmlos und zeigen, dass das Immunsystem aktiv wird.
In Deutschland gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut den jährlich aktualisierten Impfkalender heraus (aktuell: Epidemiologisches Bulletin 4/2026). Die Grundimmunisierung beginnt meist ab der 6. Lebenswoche.
Man unterscheidet:
- Grundimmunisierung: erste Impfserie in der frühen Kindheit
- Auffrischimpfung: Wiederholung zum Erhalt des Schutzes
- Nachholimpfung: für nicht oder teilweise geimpfte Personen
Impfungen sind damit ein gut untersuchtes, wirksames Mittel, um Kinder zuverlässig vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. (RKI, o.J., a; RKI, o.J., b; STIKO, 2026)
Ernährung von Mutter und Kind
Kohlenhydrate (z. B. Vollkornbrot, Kartoffeln, Reis, Nudeln)
Sie sollten die Basis jeder Mahlzeit sein
Sie sollten die Basis jeder Mahlzeit sein
- Sie liefern Energie, Vitamine, Mineralstoffe und machen lange satt.
Obst & Gemüse
Mindestens 5 Portionen täglich
1–2 Portionen täglich
2 Portionen Milchprodukte täglich, gemäß DGE-Ernährungskreis
60g – 90 g täglich, gemäß DGE-Empfehlungen
Ca. 2 Liter täglich, am besten Wasser oder ungesüßte Getränke.
Eine ausgewogene Ernährung allein reicht in der Schwangerschaft bei zwei Nährstoffen nicht aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt allen Schwangeren zusätzlich:
Zum Schutz vor Listeriose, Toxoplasmose und Salmonellose sollen Schwangere auf rohe tierische Lebensmittel verzichten:
Mindestens 5 Portionen täglich
- Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen
- Vor dem Verzehr sollten Obst, Gemüse und auch frische Kräuter gründlich gewaschen werden
- Auf vorgeschnittene Fertigsalate sollte verzichtet werden.
1–2 Portionen täglich
- Quelle für hochwertiges Eiweiß, Eisen und andere Nährstoffe. <
- Hülsenfrüchte als pflanzliche Alternative.
- Fisch (ein- bis zweimal wöchentlich)
- liefert wichtiges Jodist die wichtigste natürliche Quelle für die Omega-3-Fettsäure DHA, die für die Entwicklung von Gehirn und Augen des Kindes von zentraler Bedeutung ist.
- Die DGE empfiehlt mindestens 200 mg DHA täglich
- Enthalten in ein bis zwei Portionen fettreichen Seefisch (z.B. Lachs, Hering, Makrele) pro Woche
- Bei vegetarischer/veganer Ernährung ist ein DHA-Präparat aus Algenöl empfehlenswert.
- Fisch sollte immer gut durchgegart sein, Räucherfisch oder roher Fisch (z.B. in Sushi) sind nicht empfehlenswert.
2 Portionen Milchprodukte täglich, gemäß DGE-Ernährungskreis
- z.B. 1 Glas Milch + 1 Scheibe Käse, oder 1 Joghurt + 1 Scheibe Käse
- Wichtige Quelle für hochwertiges Eiweiß, Kalzium und Jod. <
- Nur pasteurisierte Produkte verwenden, auf Rohmilch und daraus hergestellten Käse sollte verzichtet werden.
60g – 90 g täglich, gemäß DGE-Empfehlungen
- Bevorzugt hochwertige Fette (z. B. Olivenöl, Rapsöl, Butter in Maßen). <
- Ungesunde/versteckte Fette (z. B. in Frittiertem) vermeiden.
Ca. 2 Liter täglich, am besten Wasser oder ungesüßte Getränke.
- Koffein nur in Maßen <
- Die DGE empfiehlt eine maximale Tagesmenge von bis zu 200 mg Koffein (entspricht etwa 2 Tassen Filterkaffee).
Eine ausgewogene Ernährung allein reicht in der Schwangerschaft bei zwei Nährstoffen nicht aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt allen Schwangeren zusätzlich:
- Folsäure: 400 µg täglich als Supplement, idealerweise schon ab Kinderwunsch bzw. spätestens mit Beginn der Schwangerschaft. Folsäure ist wichtig für die Entwicklung des Neuralrohrs beim Kind.
- Jod: 100–150 µg täglich als Supplement, zusätzlich zu jodreicher Ernährung über Milchprodukte, Fisch und Jodsalz. Ein Jodmangel in der Schwangerschaft sowie im Säuglings- und Kleinkindalter kann u. a. zu körperlichen und neuronalen Entwicklungsstörungen sowie einer verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit führen.
- Eine generelle Eiseneinnahme ohne ärztlich festgestellten Mangel wird nicht empfohlen.
Zum Schutz vor Listeriose, Toxoplasmose und Salmonellose sollen Schwangere auf rohe tierische Lebensmittel verzichten:
- rohes oder nicht durchgegartes Fleisch oder Rohwurst (z. B. Salami, roher Schinken)
- Rohmilchprodukte
- nicht durchgegarte Eier.
Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf an den meisten Nährstoffen auch während Schwangerschaft und Stillzeit. Für einige Nährstoffe besteht jedoch ein erhöhter Bedarf oder ein besonderes Risiko für eine Unterversorgung. Dazu zählen insbesondere Folsäure/Folat, Jod, Eisen, Vitamin B12 und die Omega-3-Fettsäure DHA.
Folsäure/Folat
Folat ist für die Zellteilung sowie die Entwicklung von Gehirn und Rückenmark des ungeborenen Kindes unverzichtbar. Eine ausreichende Versorgung bereits vor der Schwangerschaft kann das Risiko für Neuralrohrdefekte (z. B. Spina bifida) deutlich senken. Deshalb wird empfohlen, mindestens vier Wochen vor Beginn einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels täglich 400 µg Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Da viele Schwangerschaften ungeplant eintreten, sollten Frauen mit Kinderwunsch möglichst frühzeitig mit der Supplementierung beginnen.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte:
Vitamin D
Vitamin D ist wichtig für die Knochengesundheit und das Immunsystem. Der DGE-Schätzwert beträgt bei fehlender körpereigener Bildung 20 µg (800 IE) pro Tag. Die wichtigste Quelle ist die Bildung in der Haut durch Sonnenlicht.
Folsäure/Folat
Folat ist für die Zellteilung sowie die Entwicklung von Gehirn und Rückenmark des ungeborenen Kindes unverzichtbar. Eine ausreichende Versorgung bereits vor der Schwangerschaft kann das Risiko für Neuralrohrdefekte (z. B. Spina bifida) deutlich senken. Deshalb wird empfohlen, mindestens vier Wochen vor Beginn einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels täglich 400 µg Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Da viele Schwangerschaften ungeplant eintreten, sollten Frauen mit Kinderwunsch möglichst frühzeitig mit der Supplementierung beginnen.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte:
- in der Schwangerschaft 550 µg Folatäquivalente pro Tag
- in der Stillzeit 450 µg Folatäquivalentpro Tag.
Folatreiche Lebensmittel: grünes Blattgemüse, Brokkoli, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Orangen sowie Eier und Leber.
Jod
Jod wird für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt und spielt eine wichtige Rolle für Wachstum und Gehirnentwicklung des Kindes. Da Deutschland zu den Jodmangelgebieten zählt, ist eine ausreichende Versorgung besonders wichtig.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte liegen bei:
Jod
Jod wird für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt und spielt eine wichtige Rolle für Wachstum und Gehirnentwicklung des Kindes. Da Deutschland zu den Jodmangelgebieten zählt, ist eine ausreichende Versorgung besonders wichtig.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte liegen bei:
- 220 µg Jod pro Tag für Schwangere
- 230 µg pro Tag für Stillende.³
Da diese Mengen über die Ernährung häufig nicht erreicht werden, empfehlen die Fachgesellschaften und das BfR in der Regel eine Supplementierung von 100–150 µg Jod täglich, sofern keine Schilddrüsenerkrankung dagegen spricht.
Jodreiche Lebensmittel: Jodsalz, Seefisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier.
Eisen
Der Eisenbedarf steigt während der Schwangerschaft deutlich an, insbesondere aufgrund der Zunahme des mütterlichen Blutvolumens und der Versorgung von Plazenta und Kind.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte liegen bei:
Jodreiche Lebensmittel: Jodsalz, Seefisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier.
Eisen
Der Eisenbedarf steigt während der Schwangerschaft deutlich an, insbesondere aufgrund der Zunahme des mütterlichen Blutvolumens und der Versorgung von Plazenta und Kind.
Die aktuellen D-A-CH-Referenzwerte liegen bei:
- während der Schwangerschaft 27 mg Eisen pro Tag
- nach der Geburt 16 mg pro Tag.
Eine routinemäßige Eisensupplementierung wird nicht empfohlen. Eisenpräparate sollten nur nach ärztlicher Diagnostik eines Mangels oder einer Eisenmangelanämie eingenommen werden.
Eisenreiche Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und grünes Gemüse. Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen kann durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verbessert werden.
Vitamin B12
Vitamin B12 ist für die Blutbildung, Zellteilung sowie die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem notwendig.
Der DGE-Schätzwert beträgt:
Eisenreiche Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und grünes Gemüse. Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen kann durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verbessert werden.
Vitamin B12
Vitamin B12 ist für die Blutbildung, Zellteilung sowie die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem notwendig.
Der DGE-Schätzwert beträgt:
- während der Schwangerschaft 4,5 µg pro Tag
- während der Stillzeit 5,5 µg pro Tag.
Natürlicherweise kommt Vitamin B12 nahezu ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor.
Vitamin-B12-reiche Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte.
Frauen, die sich vegan ernähren, müssen Vitamin B12 unbedingt supplementieren und ihre Versorgung regelmäßig kontrollieren lassen. Ein unbehandelter Vitamin-B12-Mangel kann schwerwiegende Folgen für die neurologische Entwicklung des Kindes haben.
Omega-3-Fettsäuren (DHA)
Die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) unterstützt die Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen des Kindes.
Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, regelmäßig fettreichen Seefisch zu verzehren. Wird kein oder nur wenig Fisch gegessen, sollte täglich mindestens 200 mg DHA aufgenommen werden.
DHA-reiche Lebensmittel: Hering, Lachs, Makrele und Sardinen.
Bei veganer Ernährung können DHA-Präparate auf Algenbasis eine sinnvolle Alternative darstellen, da die körpereigene Umwandlung pflanzlicher Omega-3-Fettsäuren in DHA begrenzt ist.
Kalzium
Für Kalzium besteht während Schwangerschaft und Stillzeit kein erhöhter Referenzwert. Erwachsene sollten täglich 1.000 mg Kalzium aufnehmen. Gute Quellen sind Milch und Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser, Grünkohl, Brokkoli und mit Kalzium angereicherte Pflanzendrinks.
Vitamin-B12-reiche Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte.
Frauen, die sich vegan ernähren, müssen Vitamin B12 unbedingt supplementieren und ihre Versorgung regelmäßig kontrollieren lassen. Ein unbehandelter Vitamin-B12-Mangel kann schwerwiegende Folgen für die neurologische Entwicklung des Kindes haben.
Omega-3-Fettsäuren (DHA)
Die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) unterstützt die Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen des Kindes.
Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, regelmäßig fettreichen Seefisch zu verzehren. Wird kein oder nur wenig Fisch gegessen, sollte täglich mindestens 200 mg DHA aufgenommen werden.
DHA-reiche Lebensmittel: Hering, Lachs, Makrele und Sardinen.
Bei veganer Ernährung können DHA-Präparate auf Algenbasis eine sinnvolle Alternative darstellen, da die körpereigene Umwandlung pflanzlicher Omega-3-Fettsäuren in DHA begrenzt ist.
Kalzium
Für Kalzium besteht während Schwangerschaft und Stillzeit kein erhöhter Referenzwert. Erwachsene sollten täglich 1.000 mg Kalzium aufnehmen. Gute Quellen sind Milch und Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser, Grünkohl, Brokkoli und mit Kalzium angereicherte Pflanzendrinks.
Vitamin D
Vitamin D ist wichtig für die Knochengesundheit und das Immunsystem. Der DGE-Schätzwert beträgt bei fehlender körpereigener Bildung 20 µg (800 IE) pro Tag. Die wichtigste Quelle ist die Bildung in der Haut durch Sonnenlicht.
Vitamin A
Vitamin A wird für Wachstum und Entwicklung benötigt. Schwangere sollten insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel auf Leber und Leberprodukte verzichten, da diese sehr hohe Mengen an Vitamin A enthalten können.
Besonders kritisch bei veganer Ernährung
Eine gut geplante vegane Ernährung kann auch während Schwangerschaft und Stillzeit den Nährstoffbedarf decken. Besondere Aufmerksamkeit erfordern jedoch Vitamin B12, Jod, DHA, Eisen sowie gegebenenfalls Kalzium und Vitamin D.
Vitamin B12 muss bei veganer Ernährung zwingend supplementiert werden. Zusätzlich sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Jod und DHA geachtet werden. Eine qualifizierte ernährungsfachliche Beratung kann dabei hilfreich sein. (BfR, o. J.; Netzwerk Gesund ins Leben, 2018; DGE, 2024; DGE, ÖGE & SGE; 2025; DGE, 2025a; DGE, 2025b; Koletzko et al., 2019)
Vitamin A wird für Wachstum und Entwicklung benötigt. Schwangere sollten insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel auf Leber und Leberprodukte verzichten, da diese sehr hohe Mengen an Vitamin A enthalten können.
Besonders kritisch bei veganer Ernährung
Eine gut geplante vegane Ernährung kann auch während Schwangerschaft und Stillzeit den Nährstoffbedarf decken. Besondere Aufmerksamkeit erfordern jedoch Vitamin B12, Jod, DHA, Eisen sowie gegebenenfalls Kalzium und Vitamin D.
Vitamin B12 muss bei veganer Ernährung zwingend supplementiert werden. Zusätzlich sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Jod und DHA geachtet werden. Eine qualifizierte ernährungsfachliche Beratung kann dabei hilfreich sein. (BfR, o. J.; Netzwerk Gesund ins Leben, 2018; DGE, 2024; DGE, ÖGE & SGE; 2025; DGE, 2025a; DGE, 2025b; Koletzko et al., 2019)
Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit. Besonders bedeutsam ist die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), die zur normalen Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen des Kindes beiträgt.
Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, täglich durchschnittlich mindestens 200 mg DHA aufzunehmen. Dies kann in der Regel durch den regelmäßigen Verzehr von (fettigem) Seefisch erreicht werden. Frauen, die keinen oder nur wenig Fisch essen, können nach fachlicher Beratung auf DHA-haltige Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
Empfehlung:
Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, täglich durchschnittlich mindestens 200 mg DHA aufzunehmen. Dies kann in der Regel durch den regelmäßigen Verzehr von (fettigem) Seefisch erreicht werden. Frauen, die keinen oder nur wenig Fisch essen, können nach fachlicher Beratung auf DHA-haltige Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
Empfehlung:
- durchschnittlich mindestens 200 mg DHA pro Tag
- ein- bis zweimal pro Woche Seefisch, davon möglichst einmal fettreicher Seefisch (z. B. Lachs, Hering oder Makrele)
- bei vegetarischer oder veganer Ernährung können DHA-Präparate auf Algenbasis eine sinnvolle Alternative sein
Merke:
Bevorzugen Sie hochwertige pflanzliche Öle wie Rapsöl und achten Sie auf eine regelmäßige Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren.
Bei veganer Ernährung zählen DHA, Jod und Vitamin B12 zu den besonders beachtenswerten Nährstoffen während Schwangerschaft und Stillzeit. (Netzwerk Gesund ins Leben, 2018; Koletzko et al., 2019)
Bevorzugen Sie hochwertige pflanzliche Öle wie Rapsöl und achten Sie auf eine regelmäßige Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren.
Bei veganer Ernährung zählen DHA, Jod und Vitamin B12 zu den besonders beachtenswerten Nährstoffen während Schwangerschaft und Stillzeit. (Netzwerk Gesund ins Leben, 2018; Koletzko et al., 2019)
Während der Schwangerschaft können einige Lebensmittelinfektionen nicht nur die Mutter, sondern auch das ungeborene Kind gefährden. Durch die richtige Lebensmittelauswahl und gute Küchenhygiene lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.
Toxoplasmose
Toxoplasmose ist eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann auf das ungeborene Kind übertragen werden und schwere Schädigungen verursachen.
Die Erreger werden vor allem über rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch sowie über verunreinigtes Obst, Gemüse oder Erde aufgenommen. Auch Katzenkot kann infektiöse Parasiten enthalten.
Schutzmaßnahmen:
Toxoplasmose
Toxoplasmose ist eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann auf das ungeborene Kind übertragen werden und schwere Schädigungen verursachen.
Die Erreger werden vor allem über rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch sowie über verunreinigtes Obst, Gemüse oder Erde aufgenommen. Auch Katzenkot kann infektiöse Parasiten enthalten.
Schutzmaßnahmen:
- Fleisch und Fleischprodukte immer gut durchgaren
- Auf rohes Fleisch verzichten (z. B. Mett, Tatar, Carpaccio, Rohwürste)
- Obst, Gemüse und Kräuter gründlich waschen
- Hände sowie Küchenutensilien nach Kontakt mit rohem Fleisch reinigen
- Bei Gartenarbeit Handschuhe tragen
- Beim Reinigen des Katzenklos Handschuhe verwenden oder diese Aufgabe möglichst anderen Personen überlassen
Merke:
Rohes Fleisch meiden und auf gute Küchen- und Handhygiene achten.
Listeriose
Listeriose ist eine seltene, aber für das ungeborene Kind potenziell gefährliche bakterielle Infektion. Sie kann unter anderem Fehlgeburten, Frühgeburten oder schwere Infektionen des Neugeborenen verursachen.
Listerien können sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren und kommen insbesondere in bestimmten verzehrfertigen Lebensmitteln vor.
Besonders risikoreiche Lebensmittel:
Auf Rohmilchprodukte, rohe tierische Lebensmittel und lange gelagerte verzehrfertige Produkte möglichst verzichten.
Salmonellose (Salmonelleninfektion)
Salmonellen sind Bakterien, die über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden können. Meist verursachen sie Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber. Für das ungeborene Kind besteht bei unkomplizierten Verläufen in der Regel nur ein geringes Risiko, schwere Erkrankungen der Mutter sollten jedoch vermieden werden.
Schutzmaßnahmen:
Gute Küchenhygiene und ausreichendes Erhitzen schützen vor Salmonellen.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch Viren verursachte Leberentzündung. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Trinkwasser.
In Deutschland tritt Hepatitis A vergleichsweise selten auf. Bei Reisen in Länder mit niedrigeren Hygienestandards kann das Risiko erhöht sein. Eine Schutzimpfung ist verfügbar und bietet einen wirksamen Schutz.
Merke:
Auf sichere Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene achten und bei Reisen gegebenenfalls den Impfschutz prüfen.
Botulismus
Botulismus ist eine sehr seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum verursacht wird.
Ein Risiko besteht insbesondere bei verdorbenen oder unsachgemäß hergestellten Konserven und Einmachprodukten.
Warnzeichen bei Lebensmitteln:
Merke:
Beschädigte oder aufgeblähte Konserven und Einmachgläser niemals verwenden.
Hinweis: Honig kann Sporen von Clostridium botulinum enthalten. Für Erwachsene und Schwangere stellt dies normalerweise kein Problem dar. Säuglinge unter 12 Monaten sollten jedoch keinen Honig erhalten. (Bfr; 2017; Netwerk gesund ins Leben, 2018; BfR, 2024a; BfR, 2024b; BZFE, 2025; RKI; 2026)
Rohes Fleisch meiden und auf gute Küchen- und Handhygiene achten.
Listeriose
Listeriose ist eine seltene, aber für das ungeborene Kind potenziell gefährliche bakterielle Infektion. Sie kann unter anderem Fehlgeburten, Frühgeburten oder schwere Infektionen des Neugeborenen verursachen.
Listerien können sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren und kommen insbesondere in bestimmten verzehrfertigen Lebensmitteln vor.
Besonders risikoreiche Lebensmittel:
- Rohmilch und Rohmilchprodukte
- Rohmilchkäse
- rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch
- rohe Wurstwaren
- roher oder geräucherter Fisch (z. B. Räucherlachs)
- Sushi mit rohem Fisch
- vorgeschnittene oder abgepackte Salate
- rohe Sprossen
Auf Rohmilchprodukte, rohe tierische Lebensmittel und lange gelagerte verzehrfertige Produkte möglichst verzichten.
Salmonellose (Salmonelleninfektion)
Salmonellen sind Bakterien, die über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden können. Meist verursachen sie Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber. Für das ungeborene Kind besteht bei unkomplizierten Verläufen in der Regel nur ein geringes Risiko, schwere Erkrankungen der Mutter sollten jedoch vermieden werden.
Schutzmaßnahmen:
- Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier ausreichend erhitzen
- Rohe und verzehrfertige Lebensmittel getrennt lagern und verarbeiten
- Für Fleisch und Gemüse möglichst unterschiedliche Schneidebretter verwenden
- Hände regelmäßig und gründlich waschen <
- Kühlketten einhalten und leicht verderbliche Lebensmittel rasch verbrauchen
Gute Küchenhygiene und ausreichendes Erhitzen schützen vor Salmonellen.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch Viren verursachte Leberentzündung. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Trinkwasser.
In Deutschland tritt Hepatitis A vergleichsweise selten auf. Bei Reisen in Länder mit niedrigeren Hygienestandards kann das Risiko erhöht sein. Eine Schutzimpfung ist verfügbar und bietet einen wirksamen Schutz.
Merke:
Auf sichere Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene achten und bei Reisen gegebenenfalls den Impfschutz prüfen.
Botulismus
Botulismus ist eine sehr seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum verursacht wird.
Ein Risiko besteht insbesondere bei verdorbenen oder unsachgemäß hergestellten Konserven und Einmachprodukten.
Warnzeichen bei Lebensmitteln:
- gewölbte Konservendosen
- aufgeblähte Einmachgläser
- beschädigte oder aufgeblähte Verpackungen
- ungewöhnlicher Geruch oder Aussehen
Merke:
Beschädigte oder aufgeblähte Konserven und Einmachgläser niemals verwenden.
Hinweis: Honig kann Sporen von Clostridium botulinum enthalten. Für Erwachsene und Schwangere stellt dies normalerweise kein Problem dar. Säuglinge unter 12 Monaten sollten jedoch keinen Honig erhalten. (Bfr; 2017; Netwerk gesund ins Leben, 2018; BfR, 2024a; BfR, 2024b; BZFE, 2025; RKI; 2026)
Kinder interessieren sich zunehmend für das Essen der Familie und möchten an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. Ab etwa dem 10. Lebensmonat beginnt schrittweise der Übergang von der Beikost zur Familienkost. Dabei werden die bisherigen Milch- und Beikostmahlzeiten nach und nach durch die üblichen Mahlzeiten der Familie ersetzt. Stillen oder die Gabe von Säuglingsmilch kann weiterhin Bestandteil der Ernährung sein.
Mit zunehmendem Verzehr fester Lebensmittel steigt auch der Bedarf an Getränken. Als Durstlöscher eignet sich Wasser am besten.
Tipps für den Übergang zur Familienkost:
Kleine, harte und runde Lebensmittel können leicht in die Atemwege gelangen.
Dazu gehören beispielsweise:
Merke:
Kinder essen zunehmend am Familientisch mit. Eine abwechslungsreiche, wenig verarbeitete Ernährung und gemeinsame Mahlzeiten fördern den Übergang zur Familienkost. Spezielle Kinderlebensmittel sind für die Ernährung gesunder Kinder in der Regel nicht notwendig. Die normale Familienkost eignet sich meist besser. (Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; Kersting et al., 2021; Netwerk Gesund ins Leben, 2022
Mit zunehmendem Verzehr fester Lebensmittel steigt auch der Bedarf an Getränken. Als Durstlöscher eignet sich Wasser am besten.
Tipps für den Übergang zur Familienkost:
- Gemeinsame Mahlzeiten fördern das selbstständige Essen und das Kennenlernen neuer Lebensmittel.
- Speisen sollten für Kinder möglichst wenig zusätzlich gesalzen werden.
- Stark scharf gewürzte Speisen sind für Kleinkinder weniger geeignet.
- Bieten Sie eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemüse, Obst, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und anderen geeigneten Familienlebensmitteln an.
- Kinder sollten möglichst selbst entscheiden dürfen, wie viel sie essen möchten.
Kleine, harte und runde Lebensmittel können leicht in die Atemwege gelangen.
Dazu gehören beispielsweise:
- ganze Nüsse
- Erdnüsse
- harte Bonbons
- Weintrauben im Ganzen
- rohe Karottenstücke
- größere Apfelstücke
Merke:
Kinder essen zunehmend am Familientisch mit. Eine abwechslungsreiche, wenig verarbeitete Ernährung und gemeinsame Mahlzeiten fördern den Übergang zur Familienkost. Spezielle Kinderlebensmittel sind für die Ernährung gesunder Kinder in der Regel nicht notwendig. Die normale Familienkost eignet sich meist besser. (Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; Kersting et al., 2021; Netwerk Gesund ins Leben, 2022
Mit zunehmendem Alter steigt auch der Flüssigkeitsbedarf von Kindern. Als Durstlöscher eignen sich Wasser sowie ungesüßte Getränke wie Kräuter- oder Früchtetee am besten.
Für Kinder im Alter von etwa 2 bis 9 Jahren entsprechen die aktuellen Empfehlungen ungefähr 5 bis 6 kleinen Gläsern oder Bechern Flüssigkeit pro Tag (je etwa 150 ml).
Bei hohen Temperaturen, körperlicher Aktivität, Fieber, Erbrechen oder Durchfall kann der Flüssigkeitsbedarf deutlich ansteigen.
Merke:
Wasser ist das beste Getränk für Kinder. Getränke sollten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch angeboten werden. Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsaftschorlen sollten nur selten getrunken werden.
Für Kinder im Alter von etwa 2 bis 9 Jahren entsprechen die aktuellen Empfehlungen ungefähr 5 bis 6 kleinen Gläsern oder Bechern Flüssigkeit pro Tag (je etwa 150 ml).
Bei hohen Temperaturen, körperlicher Aktivität, Fieber, Erbrechen oder Durchfall kann der Flüssigkeitsbedarf deutlich ansteigen.
Merke:
Wasser ist das beste Getränk für Kinder. Getränke sollten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch angeboten werden. Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsaftschorlen sollten nur selten getrunken werden.
Täglicher Richtwert für die Getränkezufuhr
Alter & Getränke pro Tag
1 bis unter 4 Jahreca. 820 ml
4 bis unter 7 Jahreca. 940 ml
7 bis unter 10 Jahreca. 970 ml
Dies entspricht ungefähr 5–6 kleinen Gläsern oder Bechern pro Tag (à ca. 150 ml). (DGE, ÖGE und SGE, 2000; Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; BIÖG, 2025)
Alter & Getränke pro Tag
1 bis unter 4 Jahreca. 820 ml
4 bis unter 7 Jahreca. 940 ml
7 bis unter 10 Jahreca. 970 ml
Dies entspricht ungefähr 5–6 kleinen Gläsern oder Bechern pro Tag (à ca. 150 ml). (DGE, ÖGE und SGE, 2000; Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; BIÖG, 2025)
Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können ähnliche Beschwerden verursachen, beruhen jedoch auf unterschiedlichen Mechanismen. Eine sichere Diagnose sollte immer durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen.
Häufige Lebensmittelallergien bei Kleinkindern
Häufige Lebensmittelallergien bei Kleinkindern
- Kuhmilchallergie
- Hühnerei-Allergie
- Erdnussallergie
- Sojaallergie
- Weizenallergie
- Allergien gegen Schalenfrüchte (z. B. Haselnüsse oder Cashewkerne)
- Laktoseintoleranz
- Fruktosemalabsorption bzw. Fruktoseunverträglichkeit
- Zöliakie (glutenbedingte Autoimmunerkrankung)
Was tun bei einer Lebensmittelallergie?
Kuhmilchallergie
- Die Diagnose sollte immer ärztlich gesichert werden.
- Auslösende Lebensmittel müssen konsequent gemieden werden.
- Zutatenlisten sollten sorgfältig gelesen werden, um versteckte Allergene zu erkennen.
- Bei Allergien gegen Grundnahrungsmittel (z. B. Milch oder Weizen) sollte auf eine ausreichende Nährstoffversorgung geachtet werden.
- Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann helfen, Mangelernährung zu vermeiden und die normale Entwicklung des Kindes zu unterstützen.
Kuhmilchallergie
- Die Kuhmilchallergie gehört zu den häufigsten Lebensmittelallergien im Säuglings- und Kleinkindalter. Viele Kinder entwickeln jedoch im Laufe der ersten Lebensjahre eine natürliche Toleranz gegenüber Kuhmilch.
Erdnussallergie
- Erdnüsse können bereits in kleinen Mengen allergische Reaktionen auslösen. Die Allergene sind hitzestabil, weshalb Erdnüsse auch nach dem Kochen oder Backen allergen bleiben.
Sojaallergie
- Soja kann Bestandteil vieler verarbeiteter Lebensmittel sein. Daher ist das Lesen von Zutatenlisten besonders wichtig.
Laktoseintoleranz
- Laktoseintoleranz ist keine Allergie. Sie entsteht durch einen Mangel des Enzyms Laktase, das für die Verstoffwechselung des Milchzuckers Laktose zuständig ist und tritt bei kleinen Kindern deutlich seltener auf als Lebensmittelallergien.
Fruktoseunverträglichkeit
- Fruktose kommt natürlicherweise in Obst, Fruchtsäften und Honig vor. Die Beschwerden und die notwendige Ernährungstherapie hängen von der jeweiligen Form der Fruktoseunverträglichkeit ab.
Zöliakie
- Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung und keine Allergie. Betroffene müssen dauerhaft glutenhaltige Getreide wie Weizen,
- Roggen und Gerste meiden. Geeignete Alternativen sind beispielsweise Reis, Mais, Hirse oder Buchweizen
Allergene Lebensmittel nicht unnötig meiden
Früher wurde empfohlen, potenziell allergieauslösende Lebensmittel wie Hühnerei, Erdnüsse oder Fisch möglichst spät einzuführen. Nach aktuellem Wissensstand wird dies nicht mehr empfohlen. Stattdessen können diese Lebensmittel im Rahmen der altersgerechten Beikost eingeführt werden. Der regelmäßige Kontakt mit den Nahrungsmitteln kann die Entwicklung einer natürlichen Toleranz unterstützen und möglicherweise das Risiko bestimmter Lebensmittelallergien senken.
Bei Kindern mit schwerer Neurodermitis oder bereits bekannten Allergien sollte die Einführung insbesondere von Erdnussprodukten zuvor mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden. (Kopp et al., 2022; Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; BIÖG, 2026a; BIÖG, 2026b)
Früher wurde empfohlen, potenziell allergieauslösende Lebensmittel wie Hühnerei, Erdnüsse oder Fisch möglichst spät einzuführen. Nach aktuellem Wissensstand wird dies nicht mehr empfohlen. Stattdessen können diese Lebensmittel im Rahmen der altersgerechten Beikost eingeführt werden. Der regelmäßige Kontakt mit den Nahrungsmitteln kann die Entwicklung einer natürlichen Toleranz unterstützen und möglicherweise das Risiko bestimmter Lebensmittelallergien senken.
Bei Kindern mit schwerer Neurodermitis oder bereits bekannten Allergien sollte die Einführung insbesondere von Erdnussprodukten zuvor mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden. (Kopp et al., 2022; Netzwerk Gesund ins Leben, 2024; BIÖG, 2026a; BIÖG, 2026b)
Eine ausgewogene Ernährung und eine gute Zahnpflege tragen wesentlich zur Zahngesundheit bei. Besonders wichtig sind regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Kauaktivität sowie ein sparsamer Umgang mit zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken.
Weniger Zucker, ausreichend Kauaktivität, regelmäßige Zahnpflege und Wasser als Hauptgetränk sind die wichtigsten Bausteine für gesunde Kinderzähne.
Fluorid – ein wichtiger Schutz für die Zähne
Fluorid stärkt den Zahnschmelz und unterstützt die Remineralisierung beginnender Zahnschäden. Es zählt zu den wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Karies.
Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns wird empfohlen, die Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu putzen. Dabei sollte die Zahnpasta altersgerecht dosiert werden.
- Milch, Naturjoghurt und Käse gelten als zahnfreundliche Lebensmittel. Sie liefern Kalzium und andere Mineralstoffe, die für den Aufbau und die Festigung der Zähne wichtig sind.
- Auch Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Eier, Nüsse (altersgerecht angeboten) und ungesüßte Getreideprodukte gelten als zahnfreundlich und erhöhen das Kariesrisiko in der Regel nicht.<
- Obst gehört zu einer gesunden Ernährungsweise und liefert wichtige Vitamine und Ballaststoffe. Da Obst Fruchtzucker und Fruchtsäuren enthält, sollte es jedoch nicht ständig über den Tag verteilt gegessen werden.<
Kauen fördert die Bildung von Speichel. Speichel hilft dabei, Säuren zu neutralisieren und den Zahnschmelz zu schützen. Lebensmittel, die gut gekaut werden müssen, unterstützen daher die natürliche Schutzfunktion im Mund.
Tipps für gesunde Zähne
Tipps für gesunde Zähne
- Wasser und ungesüßte Getränke als Durstlöscher bevorzugen. <
- Limonaden, Softdrinks und Fruchtsäfte nur selten trinken.
- Süßigkeiten möglichst selten und am besten nach den Hauptmahlzeiten anbieten. <
- Zwischen den Mahlzeiten ausreichend Pausen einhalten.
- Nach säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken nicht sofort die Zähne putzen, sondern etwas warten.
- Kinder frühzeitig an das Trinken aus Becher oder Tasse gewöhnen.
- Zähne ab dem ersten Zahn regelmäßig und altersgerecht pflegen.
Weniger Zucker, ausreichend Kauaktivität, regelmäßige Zahnpflege und Wasser als Hauptgetränk sind die wichtigsten Bausteine für gesunde Kinderzähne.
Fluorid – ein wichtiger Schutz für die Zähne
Fluorid stärkt den Zahnschmelz und unterstützt die Remineralisierung beginnender Zahnschäden. Es zählt zu den wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Karies.
Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns wird empfohlen, die Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu putzen. Dabei sollte die Zahnpasta altersgerecht dosiert werden.
- Bis zum 2. Geburtstag: zweimal täglich eine reiskorngroße Menge Kinderzahnpasta (1.000 ppm Fluorid)<
- Ab dem 2. Geburtstag bis zum Schuleintritt: zweimal täglich eine erbsengroße Menge Kinderzahnpasta (1.000 ppm Fluorid)
Fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtabletten sollten nicht gleichzeitig verwendet werden, sofern dies nicht ausdrücklich ärztlich oder zahnärztlich empfohlen wurde.
Merke:
Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta ist neben einer zahngesunden Ernährung die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Karies. (BIÖG, 2024; DGKJ, 2026; LAGZ BW, 2026; Netzwerk Gesund ins Leben, 2021)
Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta ist neben einer zahngesunden Ernährung die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Karies. (BIÖG, 2024; DGKJ, 2026; LAGZ BW, 2026; Netzwerk Gesund ins Leben, 2021)
Naschen mit Maß statt Naschverbot
Ein generelles Verbot von Süßigkeiten ist weder notwendig noch sinnvoll. Kinder sollten vielmehr lernen, Süßigkeiten bewusst und in Maßen zu genießen.
Wichtig ist, dass Süßigkeiten die ausgewogene Ernährung nicht verdrängen. Sie sollten daher eine Ausnahme bleiben und nicht regelmäßig die Zwischenmahlzeiten ersetzen.
Süßigkeiten werden am besten direkt nach den Hauptmahlzeiten angeboten. So sind die Zähne weniger häufig Zuckerangriffen ausgesetzt als bei ständigem Naschen über den Tag verteilt.
Außerdem sollten Süßigkeiten möglichst nicht als Belohnung, Trost oder Bestrafung eingesetzt werden. Dies kann dazu führen, dass sie für Kinder eine übermäßig große Bedeutung bekommen.
Ein generelles Verbot von Süßigkeiten ist weder notwendig noch sinnvoll. Kinder sollten vielmehr lernen, Süßigkeiten bewusst und in Maßen zu genießen.
Wichtig ist, dass Süßigkeiten die ausgewogene Ernährung nicht verdrängen. Sie sollten daher eine Ausnahme bleiben und nicht regelmäßig die Zwischenmahlzeiten ersetzen.
Süßigkeiten werden am besten direkt nach den Hauptmahlzeiten angeboten. So sind die Zähne weniger häufig Zuckerangriffen ausgesetzt als bei ständigem Naschen über den Tag verteilt.
Außerdem sollten Süßigkeiten möglichst nicht als Belohnung, Trost oder Bestrafung eingesetzt werden. Dies kann dazu führen, dass sie für Kinder eine übermäßig große Bedeutung bekommen.
Orientierung bei Portionsgrößen
Für viele Lebensmittel kann das Handmaß eine hilfreiche Orientierung sein. Da die Hand mit dem Kind mitwächst, berücksichtigt sie Alter und Körpergröße automatisch.
Bei Süßigkeiten gibt es keine feste Portionsgröße. Entscheidend ist, dass sie nur gelegentlich und in kleinen Mengen angeboten werden und insgesamt eine ausgewogene Ernährung im Vordergrund steht.
Merke:
Süßigkeiten sind erlaubt, aber in Maßen. Wasser, Obst, Gemüse und andere nährstoffreiche Lebensmittel sollten den größten Teil der täglichen Ernährung ausmachen. (BIÖG, 2024, BIÖG, 2025; Netzwerk Gesund ins Leben, 2022)
Für viele Lebensmittel kann das Handmaß eine hilfreiche Orientierung sein. Da die Hand mit dem Kind mitwächst, berücksichtigt sie Alter und Körpergröße automatisch.
Bei Süßigkeiten gibt es keine feste Portionsgröße. Entscheidend ist, dass sie nur gelegentlich und in kleinen Mengen angeboten werden und insgesamt eine ausgewogene Ernährung im Vordergrund steht.
Merke:
Süßigkeiten sind erlaubt, aber in Maßen. Wasser, Obst, Gemüse und andere nährstoffreiche Lebensmittel sollten den größten Teil der täglichen Ernährung ausmachen. (BIÖG, 2024, BIÖG, 2025; Netzwerk Gesund ins Leben, 2022)
Eindrücke
Es war ein toller Tag - so sah es dabei aus:



Unsere Referent*innen
Stimmen aus der Presse

Schulstress? So schützen Eltern ihre Kinder richtig
Eine Artikel mit und über Katharina Bühren, Referentin für das Thema "Mutig und resilient aufwachsen"
Wer schwieirge Lebenssituationen gut bewältigen will, braucht eine psychische Stärke und Widerstandskraft, die wir als Resiliienz bezeichnen", so Katharina Bühren, Ärztliche Direktorin des kbo-Heckscher-Klinikums für Kinder- und Jugendpsychiatrie in München. "Resilienz ist nicht angeboren und Erwachsene können einiges tun, um sie bei Kinder zu fördern."
Unsere Sponsoren




Unser Team

Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Prof. h.c.
Berthold Koletzko
Kinder- und Jugendarzt
Leiter der Abt. Stoffwechselstörungen und Ernährungsmedizin
Dr. von Haunersches Kinderspital der Universität München

Das Team Awareness
Roxane Bechtold & Clara Englisch
Das Team Awareness steht für alle Fragen und Anregungen unter awareness@kindergesundheit.de
und +49 89 35647908 zur Verfügung
Wir danken außerdem unseren Partnern und Unterstützern



FAQs
Nein, der Veranstaltungsort befindet sich im Klinikviertel. Es besteht die Möglichkeit in öffentlichen umliegenden Parkhäusern zu parken.
Ja, wir bieten Snacks, Kuchen, Kaffee und alkoholfreie Getränke zum Verkauf an.
Sie bekommen mittels eines QR-Codes Zugang zu einer Mobil App in welche Sie während der Veranstaltung jederzeit ihre Fragen platzieren können.
Ja, um uns die Fragen vor Ort anonym und digital zukommen lassen zu wollen, benötigen Sie ein Smartphone (Internetfähiges Mobiltelefon, Laptop oder Tablet).
Mit dem Kauf des Tickets erhalten Sie einen persönlichen QR-Code, welcher beim Einlass am Veranstaltungsbeginn vorgezeigt und eingescannt wird.
Ja, allerdings können Sie nur ein Tagesticket erwerben.






